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Der Minimalismus und ich – eine Love Story von Anfang an!

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Mein Kinderzimmer war knappe 6 m² groß. Das das recht klein war, hatte ich damals nicht wirklich auf dem Schirm. Ich war schließlich auch klein.

Mir hat das aber sehr gut gefallen.

Ich hatte genug Platz für alles was ich brauchte, hatte einen Schreibtisch, ein Bücherregal und ein Klappbett, das ich hochklappen konnte, wenn ich darunter spielen wollte.

Das Beste aber war, dass ich mir kein Zimmer mehr mit meinem Bruder teilen musste. Da hat es mich auch nicht gestört, dass mein Kleiderschrank vor der Zimmertür stand.

Inzwischen bin ich meinem Kinderzimmer entwachsen und auch meine weltlichen Besitztümer haben sich seit damals leicht multipliziert. Doch eines hat sich nicht geändert.

Ich habe immer noch keine Probleme damit mich nur mit den Dingen zu umgeben, die mir am meisten bedeuten und mich vom Rest anstandslos zu trennen.

 

Was ist Minimalismus

Wikipedia sagt dazu das:

 

Minimalismus bezeichnet einen Lebensstil, der sich als Alternative zur konsumorientierten Überflussgesellschaft sieht. Konsumkritische Menschen versuchen, durch Konsumverzicht Alltagszwängen entgegenzuwirken und dadurch ein selbstbestimmtes, erfülltes Leben zu führen.

 

Ich wusste bis vor kurzem nicht, dass es Minimalismus gibt und dachte einfach nur, dass ich es anstrengend finde viel Kram zu besitzen und Spaß daran habe Dinge zu entsorgen oder sie an Leute zu geben, die damit noch etwas anfangen können.

Aber nun gut, offenbar bin ich Minimalist:D

Auch wenn der Minimalismus oben genannte Aussage als Grundlage hat, so lässt sich das ganze doch völlig individuell auslegen.

Es geht nämlich nicht darum möglichst wenig Dinge zu besitzen, sondern eher darum nur die Dinge zu haben, aus denen man wirklich einen Nutzen ziehen kann. Zwangsläufig wird sich dein Besitz dadurch natürlich reduzieren.

Dadurch hast du mehr Zeit für Entspannung, Freizeit und Selbstverwirklichung.

 

Wie du die Prinzipien des Minimalismus für dich nutzen kannst

Wenn du das Konzept genauso spannend findest wie ich, kannst du Einiges tun um die Vorzüge des Minimalismus für dich einmal auszutesten:

  1. Entferne alles, was du nicht brauchst. Dazu gehören alle Dinge in deinem Haushalt. Es gibt verschiedene Challenges an denen du dich orientieren kannst. Darüber aber später mehr.
  2. Dekoriere minimalistisch. Zu viel Dekoration kann ein zu Hause leicht überladen und es unordentlich wirken lassen. Als Minimalist setzt du Dekoration sehr zielsicher und vor allem selten ein.
  3. Investiere in Erlebnisse, nicht in Dinge. Der Reiz neuer Konsumgüter ist schnell verflogen. Dann landet das Teil in der Ecke. Ein Erlebnis behältst du länger in Erinnerung und es müllt dir nicht die Wohnung voll.
  4. Lebe den Minimalismus so, wie du am meisten Vorteile daraus ziehen kannst.

Du merkst schon die Regeln sind nicht fix. Denke einfach darüber nach welche Dinge dir Freude bereiten! Diese behälst du und setzt sie in Szene, damit du dich öfter daran erfreuen kannst.

Die Vorteile sind leicht zu erkennen. Du wirst mehr Zeit haben, weniger Stress und vor allem mehr Geld, da du viel fokussierter konsumieren wirst.

 

Gibt es den Vorzeige-Minimalisten?

Wie bei vielen Bewegungen gibt es auch beim Minimalismus den Gedanken, dass einer der „Beste“ sein muss und was liegt näher, als das an der Anzahl der Besitztümer fest zu machen.

Ich kann dem nichts abgewinnen, will dir jedoch einen kleinen Einblick in die Welt der Minimalisten, die wirklich nur noch unter 100 Dingen besitzen, geben.

Andrew Hyde ist ein Weltenbummler, der es auf 35 Besitztümer bringt. Über seine Reisen berichtet er auf seinem Blog.

Colin Wright war mit etwa doppelt so vielen Dingen dabei, als er die Welt bereiste. Er lies seine Leser über seine Reiseroute abstimmen und hat so inzwischen über 60 Länder bereist.

Auch eine Frau hat sich an das Projekt 100 gewagt und ihren persönlichen Besitz auf 100 Dinge zusammengeschrumpft. Courntney Carver hat darüber auf ihrem Blog „Be More With Less“ berichtet.

Minimalistisches Reisen

Hauptthema meines Blogs ist das minimalistische Reisen. Doch was bedeutet das überhaupt?

In meiner Vorstellung spielen dabei verschiedene Faktoren eine Rolle, unter anderem

  • leichtes Reisen mit wenig Gepäck
  • Reisen mit der Fokussierung aufs Wesentliche
  • Reisen und Unterkünfte ohne viel Bling Bling
  • Reisen mit geringem Budget und trotz dessen viel Erleben
  • nachhaltiges Reisen mit dem Fokus auf Müllvermeidung und Ressourcenschonung

Die Fotoplattform Instagram hat das nationale und internationale Reisen extrem in den Fokus gerückt und teilweise wird fast erwartet, das man nach dem Schulabschluss eine Weltreise oder zumindestens ein Work & Travel Jahr startet.

Auch das digitale Normadentum ist inzwischen weit verbreitet und überall bekommt man vorgelebt, dass man vom Strand arbeiten kann und trotzdem genug Geld verdient um sich finanziell zu versorgen.

Das ist alles nicht meine Vorstellung vom Reisen. Ich mag es für ein paar Wochen im Ausland zu verschwinden und mir andere Kulturen und Orte anzuschauen um dann aber auch wieder nach Hause zurück zu kehren. Dabei ist zu Hause immer da wo mein Kater ist.

Ich mache keine Wissenschaft aus dem Packen und probiere nicht “besser” als andere zu sein, ich fokussiere mich einfach auf das was ich brauche und das wird dann auch eingepackt.

Genauso läuft das im Urlaub an sich. Ich möchte nicht Sehenswürdigkeiten abklappern, nur weil man dort gewesen sein muss, sondern weil ich sie wirklich besuchen will.

Das ist meine Vorstellung vom minimalistischen Reisen und genau das wirst du hier auf dem Blog finden.

Was hälst du von der Idee des Minimalismus. Könntest du dir vorstellen das einmal auszuprobieren oder lebst du sogar minimalistisch?

Folge Judith:

Veterinärphysiologin

immerhungrige, katzenverrückte Weltenbummlerin, Pendlerin zwischen Wien und Berlin, 3-fache Katzenmutti, stolze Crossfitterin

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